Zeitreise

Zeitreise

Snapshot Soziales
Projektbeschreibung

"Wie war das eigentlich früher?"

 

Insgesamt zwölf Jugendlichen aus dem Landkreis Tuttlingen sollen auf eine einwöchige Zeitreise ins Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck geschickt werden, um dieser faszinierenden Frage nachzugehen. Sie wohnen, arbeiten und leben in den Gebäuden des Freilichtmuseums, schlafen im alten Bauernhof „Mariazell“, gehen im ehemaligen „Schul- und Rathaus Bubsheim“ zum Unterricht und arbeiten in verschiedenen Werkstätten und auf den Äckern. 

 

Um das Projekt auch für viel mehr Jugendliche und Erwachsene zu öffnen, können Interessierte und Schulklassen täglich die „Zeitreisenden“ besuchen und vieles über das Leben vor 100 Jahren erfahren. Durch die enge Kooperation mit der örtlichen Presse, durch den Dreh eines kleinen Dokumentarfilmes sowie die Erstellung von Tagebüchern, soll das Projekt auch weiter in die Öffentlichkeit getragen werden.

 

Für die Durchführung des Projektes sollen neben den hauptamtlichen (Museums-) Pädagogen auch nahegelegene Heimatvereine und Freiwillige gewonnen werden.

 

Ablauf

„Leben und Überleben ?"

 

Zur Auswahl der teilnehmenden Jugendlichen gibt es ein Bewerbungsverfahren, welches über die Schulen im Landkreis, über die Einrichtungen der Jugendarbeit und über die Medien beworben wird.

Vor einer Jury müssen sich die Jugendlichen vorstellen und sie werden nach Kriterien wie z.B. Motivation, Teamfähigkeit, Erwartungshaltung ausgewählt.

 

In zwei Vorbereitungstreffen wird neben dem Kennen lernen der Gruppe auch das Erlernen praktische Fähigkeiten für den Alltag vor 100 Jahren (Melken, Tierpflege, Holz hauen, Kochen, Waschen usw.) im Mittelpunkt stehen.

 

Kurz vor den Sommerferien 2006 geht es dann los. An einem Samstag morgen startet die „Großfamilien“ zur Zeitreise und in den kommenden sieben Tagen stehen täglich neue Herausforderungen an, wie z.B. ein Schultag, ein Tag auf dem Feld, Schlachttag, Waschtag usw.

 

Die Teilnehmer werden tagsüber von MitarbeiterInnen des Freilichtmuseums und von ProjektmitarbeiterInnen betreut und angeleitet.

 

Zum täglich Ritual gehören neben den Alltagsverrichtungen, ein Pressetermin, der Besuch von Interessierten und Schulklassen und eine abendliche Auswertungsrunde.

 

 

Pädagogische Aspekte

"Fürs Leben lernen"

 Über das Projekt sollen junge Menschen ein Bewusstsein für die Geschichte unserer Heimat und unserer Kultur gewinnen, die mit Orientierung gebenden Werten und Normen verbunden sind. Durch die harte Arbeit und das karge Leben sollen Werterfahrungen gemacht und reflektiert werden, die gerade für junge Menschen in der Identitätsausbildung von hoher Bedeutung sind.

 

Durch die Fähigkeiten und Erfahrungen älterer Mitmenschen, die in die Projektdurchführung mit aufgenommen sind und die sich auch als Gesprächspartner mit einbringen kann auch ein gleichberechtigter Kontakt zwischen den Generationen entstehen.

 

Kultur und Heimatkunde, spannenden vermittelt und authentisch erlebt, soll Jugendliche anregen sich auch zukünftig damit auseinander zu setzen und für die Bewahrung historischer Zeugnisse ehrenamtlich zu engagieren, z.B. im Freilichtmuseum.

 

Kooperationen

"Teamwork als Überlebensstrategie“

 So wie es vor 100 Jahren überlebenswichtig war, dass die Menschen und Familien  sich gegenseitig geholfen haben und im Alltag beigestanden sind, so soll auch im Projekt mit vielen Partnern zusammengearbeitet werden.

Die Mitarbeiterinnen des Freilichtmuseums, Engagierte aus Heimatvereinen, Fachkräfte der Jugendarbeit und viele mehr, sollen in der Projektplanung, Durchführung, Verbreitung und Auswertung mit eingebunden sein.

Für die Schulen und die Jugendarbeit ist das Projekt ein Beitrag zur kulturellen Jugendbildung und über die bestehenden Kontakte zu Jugendlichen kann das Projekt beworben werden.

 

Für das Freilichtmuseum soll das Projekt darüber hinaus den Zugang zu interessierten Jugendlichen schaffen. Das Freilichtmuseum möchte für eine konzeptionelle Neuausrichtung ihrer Einrichtung über das Projekt eine Gruppe von Jugendlichen aufbauen, die sich auch zukünftig im Museum engagieren.

 

Projektmanagement und Finanzierung

Für das Projekt wird eine Arbeitsgruppe gebildet, die zu anfangs aus MitarbeiterInnen der Jugendreferate und des Freilichtmuseums besteht. Im weiteren Verlauf sollen aber auch Ehrenamtliche und Jugendliche mit eingebaut werden.

 

Für die Durchführung des Projektes sind vor allem Honorarmittel für die Betreuung während der Aktionswoche nötig. Ebenfalls fallen Sachkosten für Material, Verpflegung, Versicherungen usw. an.

Über Sponsoring und Werbung soll zumindest ein kleiner Teil refinanziert werden. Der Rest soll aus Haushaltsmitteln und Förderzuschüssen kommen.

Projektträger
Bahnhofstr. 100
78532 Tuttlingen
Deutschland
Telefon: 
07461 / 9264129