Traces of little feet

Traces of little feet

Snapshot Jugendarbeit
Projektbeschreibung

Traces of little feet

Kurzbeschreibung:
Produktion und Postproduktion des Kurzfilmes "traces of little feet": Das Drehbuch ist inspiriert durch Geschichten von Menschen mit Fluchthintergrund. Diese stellen auch die Hauptdarsteller und Statisten des Filmes dar. Drehorte im Stadt- und Landkreis KA orientieren sich am Film-und Fotomaterial der Geflüchteten.

Inhalt
Der Kurzspielfilm  "Traces of little feet"  soll den Schultag eines jungen Geflüchteten in Deutschland zeigen und wie die Kontakte zu Mitschülern seine traumatischen Erinnerungen an die Flucht und einen schweren Verlust immer wieder wach rufen.

Motivation / Hintergrund:
2014-2016 sind viele Kinder auf der Flucht nach Europa verloren gegangen - daran will das Film-Projekt erinnern.
Die traumatisierten Familienangehörigen leiden, oft ganz allein - die Schwelle, Öffentlichkeit zu schaffen, ist zu groß. Das Projekt will unsere Gesellschaft für die Geschichten dieser Menschen sensibilisieren, Verständnis füreinander vermitteln und die bereichernden Chancen eines vielfältigen Miteinanders verdeutlichen.
Murad Atshan, selbst fluchterfahren, hat sämtliche Schauspielrollen mit Geflüchteten besetzt und von Anfang an in die Entstehung des Films eingebunden - die Drehorte orientieren sich an den Fotos/Filmen der Geflüchteten. Hr. Atshan hat selbst einen dramatischen Fluchthintergrund - die Kunst des Filmemachens wirkte heilend.
Wer, wenn nicht die Geflüchteten selbst, sollten von sich erzählen die Auswirkungen von Krieg und Flucht verdeutlichen und somit das uns Verbindende spürbar machen: das Mitgefühl füreinander.

 Ziele:
- Geflüchteten, insbesondere jungen Menschen, die Möglichkeit geben auch als Darsteller bei einem Filmprojekt mitzuwirken und filmpädagogische Arbeit kennen zu lernen.
- Geflüchteten den nötigen vertrauensvollen Rahmen bieten, damit sie als Darsteller ihre Geschichte wiedergeben können.
- Die Darsteller sollen die "heilende" Wirkung des Mediums Film kennen lernen, indem dramatische Erfahrungen durch das Element Film externalilisiert werden können und so ein innerer Abstand zu den traumatischen Erlebnissen ermöglicht wird.
- Der Film soll Menschen für unterschiedliche biographische Hintergründe und die daraus entstehenden Konsequenzen und Chancen sensibilisieren
- Der Film soll in möglichst vielen unterschiedlichen Kontexten gezeigt werden – auf Filmfestivals, in Schulen, Jugendzentren, Flüchtlingsunterkünften etc. – und zum Austausch und Diskussionen anregen

Zielgruppe:
Kinder, Jugendliche und Familien mit und ohne Fluchthintergrund:
Für die Hauptrollen werden 2 Kinder aus Familien mit Fluchthintergrund agieren und 3 deutsche Kinder aus Karlsruhe.
Die ca. 30 - 40 Statisten sind alles Geflüchtete aus Syrien und dem Irak – whft derzeit in Unterkünften des Landkreises.
Eine Schulklasse mit 20-30 Schülern einer Karlsruher Schule wird das Projekt ebenfalls untertstützen.
Vier jugendliche Geflüchtete werden den gesamten Dreh als Produktionsassistenten unterstützen – sie wurden in vergangenen Workshops Herrn Atshans bereits darin fortgebildet.

Zielgruppe des Films:
Publikum auf nationalen und internationalen Filmfestivals, wie auch der breite Personenkreis unterschiedlichster Kontexte, wie Schulen, Jugendzentren, Flüchtlingsunterkünften, Kulturstätten etc.

  

Update 25.10.2018:

Hier ein schöner kleiner Presseartikel zu den bald anstehenden Dreharbeiten!

https://www.meinstutensee.de/2018/10/aufnahmen-bei-staffort-film-ueber-f...


Update 12.11.2018
Die größte Hürde wurde genommen! In der Zeit vom 28.10. - 03.11.18 fanden vier Außendrehtage in Staffort sowie ein weiterer Drehtag bei einer syrischen Familie zuhause statt.Am 30.10. wurde eine kurze Drehpause eingelegt, bedingt durch regnerisches, stürmisches Wetter. Ansonsten war aber auch das Wetter auf unserer Seite, indem es meist nicht zu kalt und vor allem trocken blieb. Mit Bettflaschen, Tee und Decken wurden die kleinen Darsteller warm gehalten, während sie auf ihren Einsatz warteten. So waren es für alle Teilnehmer - Filmcrew, Schauspieler, Statisten, Helfer - anstrengende und intensive Tage mit meist nur kurzen Pausen. 

Während der Dreharbeiten wurde das Catering für die Pausen vorbereitet. Bereichert wurde dieses durch Spenden vom DM-Bruchsal, dem Füllhorn Bruchsal, von Freunden und Familien die Kuchen backten, Salate vorbereiteten und Suppen kochten.
Für die wahrscheinlich wichtigste Szene am letzten Drehtag, welche in der Nacht spielt, erklärte sich sogar die freiwillige Feuerwehr aus Staffort bereit ihren Einsatzwagen zu stellen. Auch kamen aus der Fischerjugend des Fischervereins Staffort junge Leute, die abends noch als Statisten dienten.Diese spürbare Unterstützung durch etliche Akteure der Gemeinde Staffort und Stutensee war nicht nur erleichternd für die Arbeit, sondern auch berührend und bereichernd für beide Seiten.
Am Di. 06.11. und Mi. 07.11. fanden noch zwei Drehtage in der Nebeniusschule Karlsruhe statt, die ebenfalls dieses Filmprojekt tatkräftig unterstützt. Nun ist es geschafft und alle Szenen sind im Kasten!
Jetzt steht noch die letzte Hürde der Postproduktion aus. Wann diese genommen werden kann, hängt noch von eingehenden Geldern ab. Es werden hierfür noch ca. 6.000 € benötigt.
Die Erwartungen Murads an die Ergebnisse der Dreharbeiten wurden noch übertroffen, er ist überglücklich, erleichtert und freut sich auf die nächsten Schritte und die Fertigstellung des Filmes.  
Vielen Dank nochmal an alle, die dieses Projekt bisher mit Taten, Geld oder einfach mentalen good Vibrations unterstützt haben!!!

Projektabschluss:

Die im Projektantrag benannten Ziele wurden unseres Erachtens voll erfüllt bis auf folgende Ausnahmen:
-Der Film soll Menschen für unterschiedliche biographische Hintergründe und die daraus entstehenden Konsequenzen und Chancen sensibilisieren
- Der Film soll in möglichst vielen unterschiedlichen Kontexten gezeigt werden – auf Filmfestivals, in Schulen, Jugendzentren, Flüchtlingsunterkünften etc. – und zum Austausch und Diskussionen anregen

Diese beiden Ziele können leider erst im Frühjahr 2019 erfüllt werden, nachdem die Postproduktion abgeschlossen und der Film fertig gestellt ist.
Leider konnten nur etwa ein Drittel der benötigten Gelder über Stiftungen und Spenden eingeholt werden. Dies führte dazu, dass sich sämtliche Produktionsschritte hinauszögerten und der ursprüngliche Zeitplan nicht eingehalten werden konnte. Über ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement und über zahlreiche Beziehungen Herrn Atshans zu befreundeten Filmemachern, Kameramännern, Tonleuten etc., war es überhaupt erst möglich diese ambitionierte und professionelle Filmproduktion erfolgreich abzuschließen.

Aktuell werden noch Kooperationspartner und/oder Geldgeber für die Postproduktion gesucht. Vsl wird die entsprechende Filmpremiere erst im Feb./März, spätestens im April 2019 stattfinden können.
Jedoch hat Herr Atshan mit Hilfe befreundeter Filmemacher in Wien und Amsterdam die ersten Schritte der Postproduktion abschließen können - so liegt mittlerweile ein Feinschnitt des Filmes vor. Die Schritte Musik, Tongestaltung, Final Copy, Computer graphics etc. stehen derzeit noch aus.

Die Flüchtlingshilfe Karlsruhe e.V. hat sich mittlerweile auch bereit erklärt das Projekt finanziell zu unterstützen. Ein Termin für die Aufführung des Filmes steht noch aus.
Weitere Vorführungen in Karlsruhe-Stadt und im Landkreis Karlsruhe sind bereits in Planung. Es gibt dahingehend viele Interessenten - z.B. das Jugendzentrum in Stutensee, die Schule des Hauptdarstellers in Linkenheim, die Nebeniusschule Karksruhe, das Haus der Begegnung Bruchsal etc.

Vier Kinder einer syrischen Familie waren in die Dreharbeiten eingebunden - teils als Hauptdarsteller (10 Jahre), teils als Nebendarstellerin (7 Jahre) und als Statisten (14 +15 Jahre). Die positive Entwicklung welche diese Kinder vom ersten Gespräch mit Murad Atshan, über die Workshops und Proben bis hin zum Filmdreh gemacht haben waren schlicht beeindruckend.
Die Eltern zeigten sich anfangs generell etwas skeptisch was den Umgang ihrer Kinder mit deutschen Kindern und Erwachsenen angeht. Sie befürchteten schlechte Einflüsse. Dies hat sich im Laufe des Projektes komplett gewandelt. Teils fanden die Proben ihrer Kinder bereits in den Räumen von Künstler ohne Grenzen e.V. statt. Des Weiteren waren die Eltern nicht nur selbst zu Besuch bei den Dreharbeiten vor Ort anwesend, sondern gaben ihre Kinder über fünf Tage hinweg in die Obhut von überwiegend deutschen Mitarbeitern, die morgens die Kinder mit dem Auto abholten und sie erst abends wieder zurück brachten. Herr Atshan hat hier durch seine achtsame und respektvolle Vorgehensweise viel bewirken können.
Diese Begegnungen waren für beide Seiten wertvoll und bereichernd!

Ebenso erwähnenswert ist die tolle Unterstützung welche wir vom Fischerverein in Stutensee erhalten haben. Wir durften für die Außendreharbeiten die Räume des Vereins nutzen. Dies war eine riesige Unterstützung, da sich dann Darsteller, Statisten und Filmcrew in Drehpausen aufwärmen und gemütlich gemeinsam essen konnten. Andernfalls hätten wir ein großes Zelt aufbauen und für entsprechende Beheizung sowie Außentoeiletten sorgen müssen.
Hinzu kam, dass die Jugend des Fischervereins uns für eine wichtige Szene sogar als Statisten unterstützte. So durften sie einige Stunden mit unseren syrischen und afghanischen Statisten und Schauspielern zubringen. Vor allem die jüngsten Darsteller beeindruckten die Jugendlichen des Vereins nachhaltig durch ihre Disziplin und Durchhaltevermögen, auch in der X-ten Szene.
Außerdem stellte z.B. auch die freiwillige Feuerwehr Stutensee einen Einsatzwagen und zwei Mitarbeiter für eine Szene zur Verfügung, die Presse veröffentlichte einen schönen Artikel inklusive Spendenlink und die Stadt Stutensee übernahm schließlich die Kosten für Wasser, Strom, Abwasser welche in den Drehtagen für den Verein anfielen.

Festzustellen, dass wir auch in diesen dörflichen Strukturen von allen Seiten Unterstützung angeboten bekamen, tat einfach nur gut!!!

Vielen lieben DANK an alle Unterstützer und Förderer dieses schönen Projektes!!!! Wir werden uns zur Filmpremiere wieder sehen!!

Projektträger
Künstler ohne Grenzen
Sven Müller
Wilhelmstraße 28,
76137 Karlsruhe
Deutschland
Telefon: 
0159 054 064 86
Themenfeld
Region, Partner
Infos
Zuletzt geändert: 
06.03.2019 - 10:42
Inhaltstyp: 
projekt
Beitrag Id: 
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