Smarties - Inklusion ist Normalität auch als Teenie

Smarties - Inklusion ist Normalität auch als Teenie

Snapshot Sport und Freizeit
Projektbeschreibung

Dein Ding 2013
Thema: Smarties - Inklusion ist Normalität auch als Teenie
Wir sind eine Tanzgruppe („Smarties“) bestehend aus 10 Mädels im Alter von 11-14 Jahren und mir (Ramona, 25). Wobei zu sagen ist, dass neun Kids 11 Jahre alt sind und unsere Leonie 14Jahre ist. Leonie ist ein Mädchen mit Down - Syndrom.
Im Verein bin ich schon seit meinem 15.Lebensjahr bei verschiedenen Projekten (Jugendfreizeit, Kooperationstage, Umwelttage,…) in der Jugendarbeit tätig. Seit 2006 unterrichte ich 5-7Jährige Mädels und Jungs im Tanzen (Tanzmäuse).Am Anfang 2012gründeten wir zusätzlich die Tanzgruppe „Smarties“. Die meisten der Mädchen tanzen schon seit ihrem 5. Lebensjahr bei uns im Verein. Mit den Smarties kam alles so: Angefangen hat alles letztes Jahr im Frühling. Die Mädels gleichen Alters mussten in verschiedene Tanzgruppen innerhalb des Vereins aufgeteilt werden. Zusätzlich stand die Frage im Raum: Was nun mit Leonie? Für die jüngere Gruppe war sie zu groß und für die ältere Gruppe war sie noch nicht bereit.
Für alle eine unglückliche Lösung.
Leonie kenne ich schon seit dem Kindergarten. Sie war schon als 5jährige bei mir im Tanzen.
Nun, wer traut sich es zu: Pubertäre Mädels mit Inklusion zu konfrontieren?
Natürlich konnte ich da nicht nein sagen. So begann letzes Frühjahr unser Projekt: Inklusion ist Normalität auch als Teenie.
Jetzt steckt mein ganzes Herzblut in diesem Projekt.
„Die Eltern sind doof, die Schule nervt, und das Leben ist fürchterlich anstrengend - gemeint ist die Zeit zwischen elf und 18 Jahren, auch Pubertät genannt. Für die Jungs und Mädchen gleicht das Leben dann einer Baustelle: Der Körper verändert sich mit jedem Tag ein bisschen mehr, und auch im Gehirn geht einiges durcheinander. Und als wäre das noch nicht genug, stürzt die erste Liebe die meisten Jugendlichen in ein tiefes Gefühlschaos.“
(http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/familie/pubertaet/; 14.10.2013)
Als ob die Pubertät nicht alleine schon schwierig genug wäre, stellt sie Jugendliche mit einer Behinderung vor eine ganz besondere Herausforderung. Wenn sie einsetzt, wird alles anders und schwieriger!
(http://www.myhandicap.ch/pubertaet-behinderung-ch.html;14.10.2013)
Was mir an diesem Projekt sehr wichtig ist:
• unser Name ( „Smarties“) ist Programm, d.h. jeder von uns hat eine unterschiedliche Schale/Aussehen, doch im Kern haben wir alle dieselben Gefühle und Emotionen.
Gemeinsam rocken wir die Pubertät mit allen Schwierigkeiten.
„Viele, viele Bunte Smarties“

• soziales Lernen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Dazu gehört die selbstverständliche Akzeptanz gegenüber Mitmenschen, die nicht dem vom fernsehgeprägten Ideal entsprechen. Zudem gehört der Abbau von Vorurteilen. Schließlich auch außerhalb der Sporthalle dazu zu stehen.

Dazu ein Beispiel von einem öffentlichen Tanzauftritt in der Nachbarstadt, auch Klassenkameraden der Mädels waren unter den Zuschauern

Kleiner Ausflug zum Saisonabschluss

• mit der Pubertät lernen die Mädels das gesellschaftliche Leben mit all den Normen und Werten kennen. Aus eigener Erfahrung (ich war auch mal Teenie) weiß ich, dass die Meinung und Aussagen von jungen Erwachsenen mehr zählen, als die von den Eltern. Ich möchte so in ungezwungener und Teenie gerechter Atmosphäre den Mädels den ungezwungenen und selbstverständlichen Umgang mit Menschen, die auf den ersten Blick nicht „gleich“ sind mitgeben. Denn während der Pubertät verändert sich unser Gehirn rasant schnell. In diesem Prozess der Reifung möchte ich den Mädels Sicherheit mit meiner Meinung zu Normen und Werten, wie Akzeptanz usw. geben.

Beispiel:
mitmachen bei einem Tanzwettbewerb und sich der Bewertung stellen, obwohl wir ein Mädchen mit Handicap dabei haben


• außerdem lernen Teenies nicht nur vom besseren, sondern auch von anderen Menschen die noch nicht so weit sind

• unsere Tanzstunde ist ein geschützter Rahmen, dort dürfen sich die Mädels im Pubertätschaos so austoben, dass sie zu Hause mit den gewonnen Werten überraschen
Beispielbilder von einer Tanzstunde:

„Jeder Mensch hat ein Recht auf "Inklusion", also darauf, ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu sein. So steht es auch in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die seit 2009 auch in Deutschland gilt. Doch von der rechtlichen zur tatsächlichen Gleichstellung behinderter Menschen ist es noch ein weiter Weg.“
( http://www.inklusion-als-menschenrecht.de/; 14.01.2013)
Dieses Projekt soll für alle Menschen Ansporn sein, die sich nicht trauen zu ihrer Überzeugung zu stehen.
Sportliche Grüße

SG Griesingen e.V.
Ramona Götz-Burgmaier
Laubachweg 7
88471 Laupheim
07392-9284286
goetz.ramona@web.de
 

Projektträger
SG Griesingen e.V.
Neue Gasse 5/2
89608 Grieisngen
Deutschland
Themenfeld
Region, Partner
Infos
Zuletzt geändert: 
22.03.2016 - 16:11
Inhaltstyp: 
projekt
Beitrag Id: 
252512
Medien
Anhang
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