Klimaschutz in der Stadt - global verstehen, lokal handeln

Klimaschutz in der Stadt - global verstehen, lokal handeln

Snapshot Soziales
Projektbeschreibung

Ziele des Projekts

1. Bildungsthema Klimaschutz stärken
Die Erwärmung des Klimas wird zunehmend in den Medien diskutiert. Szenarien unseres Energieverbrauchs, der Ressourcenverfügbarkeit sowie Klimaprognosen und Katastrophenmeldungen bestimmen die Diskussion. Ohne fachlichen Hintergrund und das Wissen zu den Handlungsmöglichkeiten, die die Menschen haben, machen die Berichte nur Angst. Die Jugendlichen erhalten daher in diesem Projekt die Möglichkeit, sich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen und die Kriterien einer nachhaltigen Energienutzung zu verstehen. Umweltpolitik, Globalisierung, Entwicklungspolitik und die Verantwortung der Generationen füreinander werden dabei gleichermaßen berücksichtigt.

2. Vom Lernen zum Handeln
Bildung für eine nachhaltige Entwicklung hat die Aufgabe, sowohl Wissen und Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln, als auch Wege zum verantwortlichen Handeln aufzuzeigen. Jugendliche sollen deshalb in unserem Projekt informiert werden, welche kommunalpolitischen Handlungsmöglichkeiten bestehen, um eine nachhaltige Energienutzung lokal und global zu fördern. Außerdem wird thematisiert, welchen Beitrag jeder einzelne für eine nachhaltige Energienutzung leisten kann.

3. Wissen in die Politik einbringen
Die von den Jugendlichen erarbeiteten Inhalte werden in einer Empfehlung zusammengefasst und dem Heidelberger Jugendgemeinderat für seine politische Arbeit zur Verfügung gestellt. Die Jugendlichen sollen auch in Zukunft dem Jugendgemeinderat als Fachgremium zur Seite stehen. Der Jugendgemeinderat wird so gestärkt.

4. Soziale Kompetenz stärken
Das Bildungsprojekt fördert die persönliche Verantwortung der Jugendlichen, ihre praktische und soziale Kompetenz sowie ihr Demokratieverständnis. Es werden Methoden eingesetzt, die die aktive Beteiligung der Jugendlichen unterstützen. Die Wissensvermittlung wird nach Ansätzen des selbstorganisierten Lernens (SOL) gestaltet und bezieht einen Dialog zwischen Experten und Jugendlichen mit ein.

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an interessierte Jugendliche aller Heidelberger Schulen im Alter zwischen 15-18 Jahren. Teilnehmerzahl 40 Jugendliche.

Workshop

Das Projekt wird im Rahmen eines dreitägigen Workshops durchgeführt. Dieser findet vom 10.-12. Oktober statt. Methodisch greift der Workshop Prinzipien des selbstorganisierten Lernens (SOL) auf.

Ablauf des Workshops

Mittwoch, 10. Oktober 2007

In Form von Vorträgen, Filmen, Gruppenarbeit und Plenumsdiskussionen werden folgende einführende Themen behandelt:

- CO2 Emissionen durch Verbrennung fossiler Energieträger, Begrenztheit fossiler Energieressourcen, globale Klimaveränderungen und zu erwartende Folgen

- Chancen und Risiken erneuerbarer Energien

- Bedeutung des Energiesparens

- Klimaschutz und Artenschutz

- Internationale Verträge zum Klimaschutz

- Energieverbrauch und Klimaschutz in Heidelberg

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Am zweiten Tag geht es um kommunalpolitische Handlungsmöglichkeiten, um eine nachhaltige Energienutzung lokal und global zu fördern. Es bilden sich Arbeitskreise, die Materialien zur Verfügung gestellt bekommen, anhand derer sie sich in das jeweilige Thema einarbeiten und mit denen sie Ideen für Heidelberg entwickeln können. Nachmittags werden sie von Experten unterstützt, die sich den Fragen der Jugendlichen stellen.

AK1 - Klimaschutz und Flächennutzung
In diesem Arbeitskreis geht es vorwiegend um die Nutzung von Biomasse, die aktuelle Nutzung der Flächen in Deutschland und in anderen Ländern (durch Importwaren).
Experte: Horst Fehrenbach (ifeu, FÖLT)

AK2 - Klimaschutz und Mobilität
Ein großer Teil unseres Energieverbrauchs fließt in die Mobilität. Welche städtebaulichen, technischen Lösungen gibt es. Welche Rolle spielen Veränderungen im Lebensstil.
Experte: Dieter Teufel (upi)

AK3 - Klimaschutz und Stadtplanung
Am Beispiel "Bahnstadt" wird überlegt, welche Möglichkeiten des Klimaschutzes es in der Stadtplanung und in Gebäuden gibt.
Anfrage an Experten: Olaf Hildebrand (ebök)

AK4 - Klimaschutz und Lebensstil
Wie steht es mit der persönlichen Verantwortung jedes Einzelnen für den Klimaschutz. Welche Möglichkeiten gibt es den Lebensstil der Menschen durch Maßnahmen der Stadt zu beeinflussen?
Experte: Michael Kopatz (Wuppertal-Institut)

AK5 - Klimaschutz und regenerative Energien
Welche Potentiale für die Nutzung regenerativer Energien gibt es in Heidelberg? Welche davon sind ausgeschöpft, welche können noch erschlossen werden?
Experte: Lothar Eisenmann (ifeu)

Freitag, 12. Oktober 2007
Die Ergebnisse der Arbeitskreise werden im Plenum vorgestellt und diskutiert. In den Arbeitskreisen werden Zukunftskonzepte für die Stadt Heidelberg formuliert. Die Zukunftskonzepte aller Arbeitskreise werden in einem Papier, das später dem Jugendgemeinderat übergeben wird, zusammengetragen.
Es kann sich eine Gruppe der Jugendlichen bilden, die längerfristig zum Thema Klimaschutz mit dem Jugendgemeinderat zusammenarbeitet. Abschließender Umtrunk evtl. mit Pressegespräch.

Projektträger
BUND-Heidelberg
Hauptstr. 42
69117 Heidelberg
Deutschland
Telefon: 
06221-182631
Fax: 
06221-164841
Themenfeld
Region, Partner
Infos
Zuletzt geändert: 
22.03.2016 - 16:09
Inhaltstyp: 
projekt
Beitrag Id: 
251674