Filmen gegen Gewalt

Filmen gegen Gewalt

Snapshot Jugendarbeit
Projektbeschreibung

Das Projekt „Filmen gegen Gewalt“ griff zwei Ideen und Wünsche von Jugendlichen aus Dunningen und Eschbronn, Landkreis Rottweil, auf und verband diese zu einem gemeinsamen Vorhaben. Eine Gruppe von Jugendlichen wollte eine Film-AG ins Leben rufen, um selbst Krimis oder andere spannende Stoffe zu drehen. Eine andere Gruppe suchte nach neuen attraktiven Methoden, um Peer-Mentor/innen in Anti-Mobbing- und Anti-Gewalt-Kompetenz auszubilden. Im Gedankenaustausch kreierten sie das gemeinsame Projekt „Filmen gegen Gewalt“.

Die praktische Projektumsetzung begann mit paralleler Arbeit in zwei Gruppen à 7 Jugendlichen. Eine Gruppe beschäftigte sich mit alltäglicher Gewalt an der Schule und in der Freizeit, sowie mit Möglichkeiten, dagegen vorzugehen. Die andere Gruppe  ließ sich im Umgang mit der Digitalkamera und anderen Geräten qualifizieren und begann danach mit ersten Filmaufnahmen.  In dieser Phase waren mehr Jungen (10) als Mädchen (4) beteiligt. Die Teilnehmer/innen in beiden Gruppen waren hochmotiviert. Die meisten der beteiligten Jugendlichen haben Migrationshintergrund.

Ziel war es, die Ergebnisse beider Gruppen zusammenzuführen, indem Filme gedreht werden, die jugendtypische Gewalterscheinungen thematisieren, und die dann offensiv in der Streitschlichter-Arbeit und Gewaltprävention eingesetzt werden können. Dieses Ziel konnte so innerhalb der Projektlaufzeit nicht vollständig erreicht werden.

Während der Anlernphase im Umgang mit den Geräten setzte eine Eigendynamik dahingehend ein, dass die Film-AG permanent unzufrieden mit ihren Ergebnissen war und entsprechend des technisch möglichen nach perfekten Produkten strebte.  Dies führte dazu, dass die Film- und Ton-Aufzeichnungen  mit dem schon vor Projektbeginn verfügbaren Equipment mehrfach wiederholt wurden. Im Juni verwarf die Film-AG das gesamte bisher produzierte Material und begann für sich noch einmal bei Null.

Eine Verschränkung der Arbeit der Gruppe, die sich mit Gewalterscheinungen auseinandersetzte, mit der Arbeit der Film-AG kam vor den Sommerferien nicht mehr zustande. Während der Sommerferien ruhte das Projekt wegen Abwesenheit mehrerer teilnehmender Jugendlicher.

Die Prinzipien der Jugendarbeit „Freiwilligkeit“ und „Partizipation“ verboten ein rigides Eingreifen des betreuenden Personals. Da die beteiligten Jugendlichen insgesamt motiviert und engagiert waren, kann dennoch von einem konstruktiven medienpädagogischen Prozess mit guten Lernergebnissen gesprochen werden, der allerdings den ursprünglichen Zeitplan sprengte. Die „Film“-Gruppe setzte sich ständig mit den technischen Möglichkeiten der Geräte und mit filmischen Ausdrucks- und Darstellungsformen auseinander. Die „Antigewalt“-Gruppe thematisierte und reflektierte  ständig Ursachen, Erscheinungsformen und Präventionsmöglichkeiten.

Nach den Sommerferien wurde das Projekt wieder aufgenommen. Es beteiligen sich jetzt insgesamt  10 Jugendliche, davon 8 Mädchen und 2 Jungen. Die Arbeit erfolgt jetzt in einer einzigen Gruppe, die sich beiden Teilzielen (Inhaltliche Vorgaben / Drehbuch und filmische Umsetzung) gemeinsam widmet. Wunsch der Gruppe ist es, den Projektplan wie vorgesehen umzusetzen, jedoch zeitlich um etwa drei Monate nach hinten zu schieben. Eine öffentliche „Release-Party“ soll in jedem Fall stattfinden, aber erst, wenn das Gemeinschaftsprodukt „Filme gegen Gewalt“ in einer für die Jugendlichen zufriedenstellenden Qualität vorliegt.

Projektträger
Konrad Flegr
Konrad Flegr
Olgastr. 6
78628 Rottweil
Deutschland
Telefon: 
0741/244-415
Fax: 
0741/244-421
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