Déjàvu - Theater der Geschichte

Déjàvu - Theater der Geschichte

Snapshot Interkulturelles Lernen
Projektbeschreibung
Dejavu Theater der Geschichte - ein Jugendprojekt aus HeilbronnWir, der Freitagskreis, sind ein unabhängiger, deutschsprachiger Muslimkreis. Bei uns treffen sich jeden Freitag junge Musliminnen und Muslime unterschiedlicher Herkunft, um gemeinsam über Religion, Gesellschaft und soziales Engagement zu sprechen. Seit 2015 nehmen wir am Projekt „Extrem Demokratisch – Muslimische Jugendarbeit stärken“ teil, um unsere Jugendarbeit weiter zu entwickeln.

Im Frühling 2017 nahmen sich unsere Jugendlichen vor ein Theater auf die Bühne zu bringen mit dem Namen: Déjàvu – Theater der Geschichte. Ein Jahr lang recherchierten die Jugendlichen Migrationsgeschichten, nahmen an Führungen im Haus der Geschichte teil, lernten in Workshops über Migrationsbewegungen nach und von Deutschland und fragten in ihren eigenen Familienbiografien nach. Ein wichtiger Bestandteil für ihr Projekt war der Austausch über Migrationsgeschichten von früher im Vergleich zu heute. Deshalb arbeiteten sie mit zwei Altersheimen zusammen, verbrachten regelmäßig Nachmittage mit den Bewohner*innen und schrieben die erfahrenen Geschichten auf. Auf die Nachmittage bereiteten sie sich zusammen mit der Leiterin eines Altersheims praktisch vor, um die kommunikativen Besonderheiten der Zielgruppe verstehen zu lernen.

Zusammen mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Stadt- und Landkreis Heilbronn e.V. gewannen sie einen starken Partner und zukünftigen Träger des Projekts.  Gemeinsam mit der keb und der Kommunikationstrainerin Angelika Hart, widmeten sich die Jugendlichen weitere 7 Monate ihren schauspielerischen Leistungen und entwickelten gemeinsam die Inszenierung "Geschichten aus dem Koffer", in die alle Erfahrungen der Vormonate kreativ und modern einflossen. Am 15.7.2018 feierte das Stück Premiere in einem der beiden Altersheime. Weitere Auftritte bei der Interkulturellen Woche und der Langen Nacht der Kultur folgten. Für weitere Auftritte steht die Gruppe derzeit in Gesprächen. Neue Buchungsanfragen sind herzlich willkommen unter dejavu@jugendarbeit-staerken.de. Ab nächsten Jahr soll es das Stück auch als Hörspiel geben.

Die Jugendlichen wollen mit ihrem Engagement Brücken schlagen zwischen den Generationen und die Ängste vor Migration nehmen. Die vergangenen Monate haben ihnen gezeigt, dass Einwanderung schon immer zu Deutschland gehörte und die aktuelle Migration ein Déjà-vu ist, dem man mit Mut zu Austausch und Zuversicht begegnen kann.

Das Projekt wurde getragen von der Katholischen Erwachsenenbildung Stadt- und Landkreis Heilbronn e.V., in Kooperation mit der RAA Berlin,  der Stadt Heilbronn, dem Freitagskreis, dem Katharinenstift Heilbronn, der ProSeniore Neckarresidenz und dem Olga Jugend- und Familienzentrum. Die Dr. Buhmann Stiftung finanzierte die Workshops und die Theateraufführungen.

Auftritt des Dejavu Theaterensembles bei der Interkulturellen Woche in Neckarsulm 2018

 

Projektträger
Dejavu
Erol Yilmaz
c/o RAA Berlin
Am Wollhaus 1
74072 Heilbronn
Deutschland
Themenfeld
Region, Partner
Infos
Zuletzt geändert: 
10.10.2018 - 12:21
Inhaltstyp: 
projekt
Beitrag Id: 
258791