Alkoholprävention bei Kindern und Jugendlichen

Alkoholprävention bei Kindern und Jugendlichen

Snapshot Jugendarbeit
Projektbeschreibung

Projekt-Beschreibung

 


Die Aktion

 


Ausgangssituation:

Der “Runde Tisch”, der in Holzgerlingen
das Projekt initiiert hat, soll zu einer engen und kooperativen
Vernetzung der verschiedenen Einrichtungen, Institutionen und
Bürgern beitragen. Er sieht sich als Fachgremium und beratendes
Instrument, das kommunalpolitische Themen im Bereich der Kinder-
und Jugendarbeit behandelt.

 

Durch Erfahrungen aus der Praxis, die am Runden
Tisch geschildert wurden und durch bestätigende Zahlen aus der
Verbraucherstatistik wurde deutlich, dass Jugendliche und Kinder
verstärkt Alkohol konsumieren und sich dies negativ und zum Teil
massiv auf den weiteren Lebensweg auswirkt.

 

Die Steigerung des Alkoholkonsums wird auf zwei Faktoren zurück
geführt. Zum einen wird das Einstiegsalter immer jünger und zum
anderen werden die Alkoholika immer kindergerechter gestaltet.
Limonadensüße Getränke vertuschen den tatsächlichen Alkoholgehalt
und gelten bei den Kindern und Jugendlichen als begehrenswert, um
in der Clique mithalten zu können, erwachsen zu wirken oder einfach
nur, um sich schnell einen Rausch an zu trinken.

 

Daher hat der Runde Tisch einen Handlungsbedarf
gesehen und das Projekt ins Leben gerufen.

 


Planung:

 

Eine Planungsgruppe aus den Reihen des Runden
Tischs wurde gegründet. Vertreter aller Schulen, Lehrer und
Rektoren der Förder-, Haupt-, Realschule und Gymnasium, Eltern,
Waldhaus, Jugendreferate, Vereine, Polizei nahmen an den Treffen
teil. Ziel und Inhalte wurden gemeinsam
festgelegt.

Dauer des Projekts: Februar
04-16.07.04

Zielgruppe: Kinder der 7. bzw. 8. Klassen aller
Holzgerlinger Schulen und deren Eltern

Weitere Beteiligte: Herr Litzenburger,
Präventionsbeauftragter des Landkreises; Herr Single,
Polizeidirektion Böblingen; Herr Dr. Batra, Oberarzt Uni Tübingen,
Herr Dr. Bart, Arzt Uni Tübingen

Ablaufplan (Wer macht wo
was?):


Elternabend/Auftaktveranstaltung

am 22.04.04

Vorträge vor etwa 80 Zuhörern
hielten:

Herr Dr. Batra leitender Oberarzt, und Herr Dr.
Barth Oberarzt an der psychatrischen Klinik Tübingen, die mit
Jugendlichen arbeiten, die massive Schwierigkeiten im Umgang mit
Alkohol haben und aus ihrer Sicht die Konsequenzen von
Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen aufzeigten.

Herr Litzenburger, Präventionsbeauftragten des Landkreises
Böblingen, Herr Single, Polizeidirektion Böblingen konzentrierten
sich auf die Themen Umgang mit Jugendlichen in der Pubertät,
Komatrinken, Jugendschutz und Alkohol und
Gewalt.

Durch die Vorträge sollte eine Sensibilisierung
der Eltern erreicht werden, es sollte aufgedeckt werden, welche
Gefahren mit Alkoholmissbrauch verbunden sind und wie Eltern
Anzeichen von Missbrauch erkennen können. 

 

Unterrichtseinheiten aus dem Programm „Junge
SUCHT Mädchen“

Im Zeitraum
vom 22.04.-16.07.04

Am 21.04.04 gab es eine Fortbildung für Lehrer.
Die Fortbildungseinheit richtete sich an alle Lehrerinnen und
Lehrer, die die Methoden aus dem Programm „Mädchen SUCHT
Junge“ im Unterricht anwenden wollten, sich vorher aber
genauer mit der Thematik auseinander setzen wollten. Die Lehrer
konnten dann anhand der Methoden mit ihren Schülern gezielt die
Suchtproblematik aufarbeiten.

 

Logowettbewerb

Im Zeitraum
von Februar – zum 22.04.04

Alle Schüler
der siebten bzw. achten Klassen entwarfen ein Logo zum Thema
Alkoholprävention , -missbrauch, -konsum. Jede Klasse suchte den
besten Beitrag aus. Dieser wurde in ein weiteres Auswahlverfahren
gegeben, welches die SMV durchführte. Das beste Logo wurde auf alle
weiteren Veröffentlichungen gedruckt. (Logo siehe
oben)

 

Umgang mit dem Medium Film

Organisiert durch Herrn Litzenburger und Herrn
Single

Anhand des
Mediums Film wurde der Umgang mit Suchtmitteln kritisch beleuchtet.
Obwohl wir in einer stark medienorientierten Welt leben, wird dies
fast nicht hinterfragt. Eine kritische Auseinandersetzung findet
äußerst selten statt. Alle Schüler und Schülerinnen erhielten die
Möglichkeit im Bärenkino in Böblingen den Film
„Platzangst“ anzuschauen und sich hinterher mit der
Regisseurin zu unterhalten. 

 

Aktionstag mit Abschlussveranstaltung am 16.07.04

Begonnen wird der Tag mit einem Gottesdienst zum
Thema „Ich bin einmalig“ in der
Stadthalle.

 

Die Workshops wurden durch Vereine, Eltern,
Lehrer und dem Waldhaus vorbereitet.

 

Ø     

Hochseilgarten

Ø     

Klettern

Ø     

Höhlenbesuch

Ø     

Ballspiele

Ø     

Antialkoholische Cocktails

Ø     

Theater

Ø     

Vertrauensübungen

Ø     

Gestaltung Infostand

Ø     

Kreative Workshops

Ø     

s`Redgestaltung

 

In einem aufwendigen Verfahren, welches die
Schülervertreter aller Schulen entwickelten, durften sich die
Schüler aussuchen an welchen Workshop sie teilnehmen
wollten.

 

Die Vorbereitungsgruppe hat sich aus folgenden
Gesichtspunkten die Workshops ausgesucht: Genuss statt Konsum,
Körpererfahrung, Selbsterfahrung, Selbstvertrauen und Spaß sollten
im Fordergrund stehen. 

 

Am Abend gibt es eine alkoholfreie Abschlussparty im s`Red,
auf der die antialkoholischen Cocktails, die vorher entwickelt
wurden, verkauft werden.

Projektkosten: voraussichtlich 3600


Die Ziele

 

Pädagogische Ziele: Stärkung der Jugendlichen in Selbstbewusstsein
und Selbstwahrnehmung, so dass das Zurückgreifen auf Alkoholika zur
Lebensbewältigung nicht notwendig wird.

Ziele der Jugendarbeit: Stärkung der
Jugendlichen in Selbstbewusstsein und Wahrnehmung von Stärken und
Schwächen. Erkennen von Gefahren des Alkoholmissbrauchs. Stärkung
der Kooperation unter den einzelnen Institutionen. Aktivierung der
Eltern.

Ziele der Schule: Stärkung der Jugendlichen in
Selbstbewusstsein und Wahrnehmung von Stärken und Schwächen.
Erkennen von Gefahren des Alkoholmissbrauch. Aktivierung der
Eltern. Stärkung der Kooperation unter den einzelnen Institutionen.
Erreichen eines weniger problembelasteten
Schulalltags.


Das Ergebnis

 

Ergebnisse für Jugendliche: Unterscheidung
zwischen direkten und indirekten Ergebnissen:

Direkt: Aktivitäten, wie der Projekttag oder der
Besuch im Kino bedeuten eine Unterbrechung des Schulalltags und
sind positiv besetzt.

Indirekt: Positive Erlebnisse bereichern, werden sie auch noch
reflektiert, so werden dem Jugendlichen Zusammenhänge verdeutlicht,
die er auch im Alltag umsetzen kann. Die Gefahren von
Alkoholmissbrauch werden ins Bewusstsein gerückt und nicht nur
diffus wahrgenommen.

Ergebnisse für Schule:

Da das Projekt zur Zeit der Erhebung noch läuft
bleibt abzuwarten, ob die gesteckten Ziele auch erreicht
wurden.

Ergebnisse für Jugendarbeit:

Da das Projekt zur Zeit der Erhebung noch läuft,
bleibt abzuwarten, ob die gesteckten Ziele auch erreicht
wurden.

Weiterführende Überlegungen,
Aktionen:

Schönbuchübergreifend werden in Kooperation mit
an deren Jugendreferaten unter der Leitung des Waldhauses weitere
Aktivitäten unter dem Motto „Was schluckscht du?“ zur
Alkoholprävention folgen.

Dabei werden Freizeitaktivitäten von
Jugendlichen und die Vereinslandschaft stärker in den Focus
gerückt.


Bewertung:

 

Was
war gut?

Alle
Personen, die an der Aktion mitgewirkt haben, waren höchst
motiviert und einsatzbereit. Sehr gut war die Tragweite, die dieses
Projekt hatte. Eltern und immerhin 380 Schüler wurden
schulübergreifend durch die verschiedensten Aktionen mit
eingebunden. 

Was war
schlecht?

Ein
Projekt in dieser Größe birgt immer Schwierigkeiten und so mussten
einzelne Abstimmungsprozesse optimiert werden.

Dokumentation
unter...

Projektträger
Berkenschule Holzgerlingen
Berkenstr. 14-18
71088 Holzgerlingen
Deutschland
Telefon: 
07031/658455
Fax: 
07031/604076
Themenfeld
Themenfeld: 
Region, Partner
Infos
Zuletzt geändert: 
22.03.2016 - 16:08
Inhaltstyp: 
projekt
Beitrag Id: 
251070