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extra film: 6 Jahre Freiburger SchülerFilmForum

Moderierte Filmgespräche statt Konkurrenz

Das ist das Besondere des SchülerFilmForum - es wird nicht nur geschaut, sondern auch viel geredet. Im Anschluss an die Filmvorführung finden Filmgespräche statt, die meist von Jugendlichen moderiert werden. Diese Jugendlichen waren bei der Sichtung und Auswahl der Filme beteiligt und kennen daher das gesamte Programm.

Was manche Jugendlichen eventuell vermissen könnten und was das Freiburger SchülerFilmForum von vielen anderen Jugendfilmfestivals unterscheidet - es gibt nichts zu gewinnen! Kein Wettbewerb, keine Preise und somit auch keine Konkurrenz und keine Verlierer.

Das Anliegen des SchülerFilmForum ist es, ein Forum für jugendliche Filmemacher und -macherinnen zu bieten und ein Ort zu sein, an dem sie sich solidarisch und konkurrenzlos begegnen und austauschen können. Deshalb werden neben technisch und handwerklich herausragenden Filmen auch solche gezeigt, die ihre Schwächen haben, manchmal etwas zu lang geraten sind oder Probleme mit dem Ton haben.

Offen für Erstlingswerke und ambitionierte Filme

Diesen Grundsatz verfolgt die SchülerFilmForum von Anfang an und scheint beim Publikum und den beteiligten Machern auch großen Zuspruch zu finden. In den letzten Jahren gelang es auch - bis auf wenige Ausnahmen - alle eingereichten Filme ins Programm zu nehmen und ein durchweg interessantes und spannendes Programm zu gestalten.

Bei den Filmen, die ins Programm aufgenommen wurden, muss die Autorin oder der Autor für die Vorführung anwesend sein und ihren oder seinen Film vertreten. Damit ist eine gewisse regionale „Einschränkung“ für Jugendliche, die am SchülerFilmForum teilnehmen wollen, inbegriffen, denn finanzielle Mittel für Fahrtkosten und Unterbringung sind nicht vorhanden.

Natürlich ist es ein großer Unterschied, ob eine Video-AG mit neuen Teilnehmern zum ersten Mal in der Projektwoche einen Film realisiert oder ob "besessene" Jugendliche sich wochenlang oder gar für mehrere Monate "ihrem" Spielfilm widmen und dabei alles andere hinten anstellen, oft zum Leidwesen der Eltern und Lehrer. Spannende Debatten werden mit beiden erlebt, z.B. wenn sich Anfängergruppen darüber austauschen, welche Schwierigkeiten sie bei ihrem ersten Film hatten, wie die anderen dies und jenes gemacht haben und wenn sie Tipps von Jugendlichen bekommen, die bereits über einige Erfahrungen verfügen.

Filmgespräche werden besonders lebendig, wenn - wie in diesem Jahr beim Abschlussprogramm - ambitionierte jugendliche Macher und Macherinnen ihre herausragenden Filme präsentieren, mit denen sie sich auch an Filmhochschulen und auf überregionalen Filmfestivals bewerben. Solche Filme werden dann auch an den gehobenen Ansprüchen ihrer Autoren gemessen, und Moderation und Publikum gehen etwas "härter" mit ihnen "ins Gericht" - aber immer solidarisch, konstruktiv und anerkennend.

Das Freiburger Flair

Die intensive Auseinandersetzung mit den Filmen ist für das besondere Flair des Freiburger SchülerFilmForums unerlässlich, wie von Teilnehmern anderer Festivals bestätigt wird. Dort kehrten sie oft enttäuscht zurück, selbst wenn sie einen der begehrten Preise erhielten.

In Freiburg stehen sie als Menschen im Mittelpunkt und haben die Gelegenheit, über ihre Arbeit, über Höhen und Tiefen beim Drehen und Schneiden zu erzählen und sich ihren verdienten Applaus auch persönlich beim Publikum abzuholen. Das ist für jeden Künstler wichtig - und als solche werden sie vom SFF auch erst einmal alle angesehen!

Schule im Wandel?!?

Im letzten Jahr veranstaltete das SchülerFilmForum zum Auftakt des 5. Freiburger SchülerFilmForums eine Podiumsdiskussion zum Thema "Schule im Wandel – Neue Chancen für eine aktive Medienarbeit!?" und luden hierzu kompetente Medienfachleute aus Theorie und Praxis ein, um die Bildungsreform und die neuen Bildungspläne und Bildungsziele in Baden-Württemberg kritisch zu beleuchten.

Ein wichtiger Auftakt, zu dem Freiburger Pädagogen eingeladen wurden, um in der durch PISA erschütterten pädagogischen Debatte wieder einen Aspekt ins Bewusstsein zu rücken, der alles andere als neu ist, aber leider an vielen Schulen bisher immer noch nicht angekommen ist oder wieder verdrängt wurde. Die Resonanz war leider mäßig, dennoch verlief die Debatte auf hohem Niveau und hat bei allen Beteiligten die Hoffnung geweckt, dass sie weiter geht... Auch solche "Pionierarbeit" möchte das SchülerFilmForum, soweit es ihnen möglich ist, unterstützen und initiieren.

Money makes the world go round

Nach mehreren Jahren Aufbauarbeit hat es das SFF geschafft auch bei öffentlichen Geldgebern, wie der Stadt Freiburg oder dem LKJ, eine gewisse Anerkennung zu erlangen. Denn jedes Jahr eine Finanzierung auf die Beine zu stellen und Geldgeber zu finden, ist nicht leicht.

Das 7. Freiburger SchülerFilmForum findet voraussichtlich vom 10. - 12. Mai 2007 statt.

Weiterführende Links:

  • Quelle: Jugendnetz Baden Württemberg, Servicestelle Jugend
  • www.jugendnetz.de

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