extra film: 6 Jahre Freiburger SchülerFilmForum |
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| Seit 2001 treffen sich jedes Frühjahr jugendliche Filmemacher und -macherinnen der Region Freiburg und interessierte Zuschauer beim Freiburger SchülerFilmForum (SFF). Organisiert wird das Ganze von einem Arbeitskreis unter Leitung der Medienwerkstatt Freiburg, in dem Jugendliche und Erwachsene von der Programmgestaltung bis zur Vorführung und Moderation zusammenarbeiten. Wolfgang Stickel schaut zurück und gibt einen Ausblick. | |
Moderierte Filmgespräche statt KonkurrenzDas ist das Besondere des SchülerFilmForum - es wird nicht nur geschaut, sondern auch viel geredet. Im Anschluss an die Filmvorführung finden Filmgespräche statt, die meist von Jugendlichen moderiert werden. Diese Jugendlichen waren bei der Sichtung und Auswahl der Filme beteiligt und kennen daher das gesamte Programm.
Das Anliegen des SchülerFilmForum ist es, ein Forum für jugendliche Filmemacher und -macherinnen zu bieten und ein Ort zu sein, an dem sie sich solidarisch und konkurrenzlos begegnen und austauschen können. Deshalb werden neben technisch und handwerklich herausragenden Filmen auch solche gezeigt, die ihre Schwächen haben, manchmal etwas zu lang geraten sind oder Probleme mit dem Ton haben. Offen für Erstlingswerke und ambitionierte FilmeDiesen Grundsatz verfolgt die SchülerFilmForum von Anfang an und scheint beim Publikum und den beteiligten Machern auch großen Zuspruch zu finden. In den letzten Jahren gelang es auch - bis auf wenige Ausnahmen - alle eingereichten Filme ins Programm zu nehmen und ein durchweg interessantes und spannendes Programm zu gestalten.
Natürlich ist es ein großer Unterschied, ob eine Video-AG mit neuen Teilnehmern zum ersten Mal in der Projektwoche einen Film realisiert oder ob "besessene" Jugendliche sich wochenlang oder gar für mehrere Monate "ihrem" Spielfilm widmen und dabei alles andere hinten anstellen, oft zum Leidwesen der Eltern und Lehrer. Spannende Debatten werden mit beiden erlebt, z.B. wenn sich Anfängergruppen darüber austauschen, welche Schwierigkeiten sie bei ihrem ersten Film hatten, wie die anderen dies und jenes gemacht haben und wenn sie Tipps von Jugendlichen bekommen, die bereits über einige Erfahrungen verfügen. Filmgespräche werden besonders lebendig, wenn - wie in diesem Jahr beim Abschlussprogramm - ambitionierte jugendliche Macher und Macherinnen ihre herausragenden Filme präsentieren, mit denen sie sich auch an Filmhochschulen und auf überregionalen Filmfestivals bewerben. Solche Filme werden dann auch an den gehobenen Ansprüchen ihrer Autoren gemessen, und Moderation und Publikum gehen etwas "härter" mit ihnen "ins Gericht" - aber immer solidarisch, konstruktiv und anerkennend.
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| (Wolfgang Stickel // Leiter der Medienwerkstatt Freiburg e.V. und Leiter des Freiburger SchülerFilmForums) | |